Vorschlag im Bürgerhaushalt: Garnisonsschützenhaus – Haus der Stille

Wir haben das Garnisonsschützenhaus als Vorschlag in den Bürgerhaushalt eingebracht:
„Das ehemalige Garnisonsschützenhaus ist ein vergessener Ort am Dornhaldenfriedhof und ein jahrelanger Leerstand im städtischen Eigentum. Wir fordern die Stadt Stuttgart auf den Ort gemeinsam mit der Initiative für das Garnisonsschützenhaus als bürgerschaftliches Projekt zu beleben. Das Garnisonsschützenhaus soll ein öffentlicher Ort werden für Menschen, die Ruhe suchen. Für Gäste, die eine temporäre Auszeit nehmen. Für Kreative, die in der Ruhe ihre Inspiration finden. Für Bürger, die vor dem Trubel der Stadt fliehen. Wichtige Bezüge – Stadtgeschichte, Friedhof, Stille und Natur – werden so in einem gemeinwohlorientierten Nutzungskonzept aufgenommen. Voraussetzung dafür ist, dass die Stadt das Gebäudeensemble nicht privatisiert und nicht parzelliert. In den Haushaltsberatungen sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um das Garnisonsschützenhaus zu einem Modellprojekt für den nachhaltigen Umgang mit Baudenkmälern zu machen. Lassen Sie uns die Schätze Stuttgarts bewahren und zukunftsorientiert entwickeln.“
Hier können Sie kommentieren und ab 10. März abstimmen.

Verein "Garnisonsschützenhaus – Raum für Stille" gegründet

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Foto: Lightsniper (www.lightsniper.de)


Wo können wir uns dem Alltag entziehen und entschleunigen? Wie kommen wir zur Ruhe und schöpfen neue Energie? Welche Bedeutung hat Stille in unseren Leben? Der Verein „Garnisonsschützenhaus – Raum für Stille“ möchte einen öffentlichen Raum schaffen, der in unterschiedlichen Lebenssituationen Innehalten, Besinnung und Einkehr ermöglicht. Der Wandel von der Unruhe zur Ruhe, der das Garnisonsschützenhaus prägt, soll zur Erfahrung und Inspiration der Gäste werden.
Das denkmalgeschützte Gebäudeensemble aus dem Jahre 1880 bzw. 1893/94 liegt mitten in einem Landschaftsschutzgebiet am Dornhaldenfriedhof zwischen den Stadtteilen Degerloch, Sonnenberg und Heslach. Es besteht aus Garnisonsschützenhaus, Wach- und Wohnhaus, Geräteschuppen und Garten. Die Stadt Stuttgart ist Grundstückseigentümer, seit dem Jahr 2011 stehen die Gebäude bedauerlicherweise leer.
Das Gebäudeensemble ist einer der wenigen architektonischen Zeitzeugen der Stadtgeschichte Stuttgarts im 19. und 20. Jahrhundert – von der militärischen Schießplatz-Nutzung der Königlichen Garnison Stuttgart über Hinrichtungen während des Dritten Reiches bis zur Entstehung des Dornhaldenfriedhofs und der letzten Ruhestätte der RAF-Terroristen Baader, Ensslin und Raspe.
Am 24. Oktober 2016 hat sich aus der Initiative nun ein Verein „Garnisonsschützenhaus – Raum für Stille“ gegründet, um das Kulturdenkmal zu erhalten, für die Öffentlichkeit nutzbar zu machen und als „Haus der Stille“ zu beleben. Mehr Infos zu dem Verein finden Sie hier.

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Zeitungsartikel "Trotz Denkmalschutz: Schützenhaus in Stuttgart verwahrlost" (StN, Eva Funke, 10.04.2014)

„Seit Jahren steht das Garnisonsschützenhaus am Stuttgarter Dornhaldenfriedhof leer. Wie es mit dem denkmalgeschützten Bau der Stadt weitergeht, ist unklar. Bürger sammeln im Internetblog Ideen für eine Nutzung. […] “
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